EU verschärft Sanktionen gegen Iran
Die Außenminister der Europäischen Union verständigen sich auf Strafmaßnahmen, die weit über die des UN-Sicherheitsrates hinausgehen.
Im Atomstreit mit Iran verschärft die Europäische Union ihre Sanktionen. Die EU-Außenminister verständigten sich am Montag in Luxemburg auf Strafmaßnahmen, die über die des UN-Sicherheitsrates weit hinausgehen. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) sprach von einem "wichtigen Signal", um eine atomare Bewaffnung Irans zu verhindern.
Die europäischen Staats- und Regierungschefs müssen die verschärften Sanktionen am Donnerstag bei ihrem Gipfel in Brüssel noch billigen. Die neue Sanktionsliste umfasst nach dem Vorschlag der Außenminister unter anderem das Verbot neuer Investitionen und technischer Unterstützung im Öl- und Gasbereich. Zudem soll das Handelsverbot für Produkte ausgeweitet werden, die auch militärisch genutzt werden können.
Darüber hinaus will die EU die Konten der Revolutionsgarden einfrieren sowie weitere Reisebeschränkungen verhängen. Westerwelle nannte die Sanktionen eine "Antwort auf die iranische Verweigerungshaltung". Der Westen wirft Iran vor, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Atomenergie an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Teheran bestreitet das.
Der UN-Sicherheitsrat hatte am Mittwoch vergangener Woche die Strafmaßnahmen verschärft. Der Schritt zeigt nach Westerwelles Einschätzung auch, dass sich die EU über eigene wirtschaftliche Interessen hinwegsetzt. "Jeder muss sich mal ausmalen, was es kosten würde, wenn es wirlich zu einer iranischen Bewaffnung käme", sagte der Außenminister in Luxemburg.
Archive
Samstag, 24. Juli 2010
Dienstag, 20. Juli 2010


Finanzbehörden ermitteln gegen Hamburger Bank
Eine Hamburger Handelsbank soll den Iran bei Verstößen gegen UN-Sanktionen unterstützt haben. Die deutschen Finanzbehörden ermitteln.
Foto: dpa Irans Präsident Ahmadinedschad: Die Vereinten Nationan haben gegen sein Land scharfe Sanktionen verhängt
Die deutsche Finanzaufsicht untersucht nach Angaben der Bundesregierung Hinweise auf einen möglichen Bruch der Iran-Sanktionen durch eine deutsch-iranische Bank in Hamburg. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) und die Bundesbank gingen derzeit Vorwürfen gegen die Europäisch-Iranische Handelsbank (EIH) nach, sagte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums. Bislang gebe es keine Erkenntnisse über Verstöße gegen die Sanktionen. Die BaFin sieht derzeit keinen Anlass, der Bank das Geschäft in Deutschland zu verbieten.
Die EIH wies hat den Vorwurf zurück, die gegen den Iran verhängten Sanktionen gebrochen zu haben. Die Bank erfülle strikt alle in Deutschland und der EU geltenden gesetzlichen Regelungen und sämtliche Sanktions- und Ausfuhrbestimmungen, erklärte die Hamburger Bank.
Das „Wall Street Journal“ (WSJ) hatte berichtet, die iranische Führung habe mit Hilfe der EIH versucht, die vom UN-Sicherheitsrat verhängten Sanktionen zu umgehen. Sie habe dabei Geschäfte für mehr als eine Milliarde Dollar abgewickelt, die in Zusammenhang mit Rüstungsprojekten stünden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf einen nicht genannten Informanten. Der Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms an der Entwicklung von Nuklearwaffen zu arbeiten. Darauf haben die Vereinten Nationen (UN) unter anderem mit Handelssanktionen reagiert.
Der lange Streit um das Atomprogramm
Der internationale Streit um Irans Atomprogramm schwelt seit Jahren. Hier die Stationen eines langen Konflikts:
29. März 2006: Der UN-Sicherheitsrat fordert den Iran auf, seine Urananreicherung binnen 30 Tagen einzustellen. Der Iran missachtet die Frist.
23. Dezember: Der Sicherheitsrat verhängt Sanktionen. UN-Ländern wird unter anderem die Lieferung von Atomtechnologie an Teheran untersagt.
25. September 2007: Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad will Resolutionen des Sicherheitsrates weiterhin ignorieren. 3. März
2008: Der Sicherheitsrat beschließt schärfere Zwangsmaßnahmen gegen Teheran. Auch die Europäische Union verschärft ihre Sanktionen. 8. Juli: Iran droht bei einem Angriff auf seine Atomanlagen mit militärischen Gegenschlägen. Das Regime testet Schahab-3-Raketen, die auch Ziele in Israel erreichen könnten. Der Westen reagiert besorgt.
26. November: Der Iran hat nach eigenen Angaben die Zahl seiner für die Urananreicherung benötigten Zentrifugen auf 5000 erhöht. 9.
April 2009: Ahmadinedschad berichtet von einer betriebsbereiten Uranfabrik in der Stadt Isfahan. 5. Juni: Der Iran hat laut Internationaler Atomenergiebehörde IAEA weitere 1000 Gaszentrifugen im Atomzentrum Natans in Betrieb genommen und bisher knapp 1,4 Tonnen niedrig angereichertes Uran produziert.
1. Oktober: Vertreter des Irans, Deutschlands und der fünf Vetomächte im Sicherheitsrat kommen zu Atom-Gesprächen in Genf zusammen.
27. November: Die IAEA kritisiert in einer Resolution die jahrelang geheim gehaltene iranische Urananreicherungsanlage bei Ghom. Teheran reagiert mit der Ankündigung, zehn neue Uran-Anlagen zu bauen.
16. Dezember: Der Iran testet die Mittelstreckenrakete Sedschil 2. Diese habe größere Zielgenauigkeit als das Vorgängermodell Schahab 3.
2. Februar 2010: Ahmadinedschad zeigt sich bereit, auf einen Vorschlag der IAEA einzugehen, der eine Anreicherung iranischen Urans auf 20 Prozent im Ausland vorsieht. Wenige Tage später rudert er wieder zurück. 7. Februar: Der Iran verkündet, man habe niedrig angereichertes Uran von 3,5 auf 20 Prozent gebracht und sei in der Lage, es auf 80 Prozent anzureichern. Damit könnten Atomwaffen hergestellt werden.
11. Februar: US-Präsident Barack Obama kündigt als Reaktion umfangreiche neue Sanktionen gegen den Iran an.
1. April: Nach langem Widerstand gegen neue Sanktionen ist China bereit, sich an den Verhandlungen über den Text einer verschärften UN-Resolution zu beteiligen.
25. April: Zur Abwehr neuer Sanktionen besucht Irans Außenminister Manuchehr Mottaki Österreich. Gespräche mit dem Chef der IAEA, Yukija Amano, und Österreichs Außenminister Michael Spindelegger bringen jedoch keinen Durchbruch.
17. Mai: Der Iran lenkt ein und will sein Uran von jetzt an im Ausland anreichern lassen.
9. Juni: Der UN-Sicherheitsrat beschließt neue Sanktionen gegen den Iran.
16. Juni: Auch die USA beschließen weitere Sanktionen gegen das Regime in Teheran.
27. Juni: CIA-Chef Leon Panetta erklärt, innerhalb von zwei Jahren könne der Iran Atombomben besitzen.
Die Zeitung berichtete, das Institut habe unter anderem Überweisungen für eine andere Bank aus dem Iran ausgeführt, die in Europa und den USA auf einer schwarzen Liste wegen der Verbindung zu Rüstungsgeschäften stehe. Die EIH wollte sich zunächst nicht äußern. Sie steht dem „Wall Street Journal„ zufolge auf einer schwarzen Liste der US-Regierung. Die Bank ist aber nach Angaben der BaFin nicht direkt von UN-Sanktionen betroffen. „Die EIH darf in Deutschland tätig sein und steht unter unserer Aufsicht“, sagte ein Sprecher der BaFin. „Wir richten uns da ganz nach der UN-Resolution.
Sicherheitsrat verhängt neue Iran-Sanktionen
In Aufsichtskreisen hieß es, es gebe derzeit keine Erkenntnisse, dass die EIH noch Neugeschäft mit Unternehmen und Instituten mache, die unter die UN-Sanktionen fielen. Altfälle dürfe sich abwickeln, sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person. Das nach eigenen Angaben im Jahr 1971 als Deutsch-Iranische Handelsbank gegründete Institut ist auf Geschäfte mit dem Iran spezialisiert. Für 2008 wies sie ein Geschäftsvolumen von 3,3 Milliarden Euro aus. Zu den deutschen Banken, die traditionell Geschäft mit dem Iran machen, gehört auch die BHF-Bank. Seit der Übernahme des in Schieflage geratenen BHF-Eigentümers Sal. Oppenheim durch die Deutsche Bank ist iranischen Firmen dieser Weg aber versperrt. „Der Vorstand der BHF-Bank hat sich entschieden, kein Neugeschäft mit Kunden in Ländern wie dem Iran zu machen und sich aus gegebenenfalls bestehenden Engagements soweit rechtlich möglich zurückzuziehen“, sagte ein Sprecher der Deutschen Bank.
Iran: Bank gerät ins Zwielicht
Iran: Bank gerät ins Zwielicht
Hat ein Hamburger Geldhaus gegen Sanktionen verstoßen?
Berlin - Die deutsche Finanzaufsicht untersucht Hinweise auf einen möglichen Bruch der Iran-Sanktionen durch eine deutsch-iranische Bank in Hamburg. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) und die Bundesbank gingen derzeit Vorwürfen gegen die Europäisch-Iranische Handelsbank (EIH) nach, sagte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums. Bislang gebe es keine Erkenntnisse über Verstöße gegen die Sanktionen. Die BaFin sieht derzeit keinen Anlass, der Bank das Geschäft in Deutschland zu verbieten.
Google Anzeige
Stress-Testing
Whitepaper über vorausschauendes und integriertes Stress-Testing
www.preyer.de
Das "Wall Street Journal" hatte berichtet, die iranische Führung habe mit Hilfe der EIH versucht, die vom UN-Sicherheitsrat verhängten Sanktionen zu umgehen. Sie habe dabei Geschäfte für mehr als eine Milliarde Dollar abgewickelt, die in Zusammenhang mit Rüstungsprojekten stünden. Der Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms an der Entwicklung von Nuklearwaffen zu arbeiten.
Die Zeitung berichtete, das Institut habe unter anderem Überweisungen für eine andere Bank aus dem Iran ausgeführt, die in Europa und den USA auf einer schwarzen Liste wegen der Verbindung zu Rüstungsgeschäften stehe. Die EIH wollte sich zunächst nicht äußern. Sie steht dem "Wall Street Journal" zufolge auf einer schwarzen Liste der US-Regierung. Die Bank ist aber laut BaFin nicht direkt von UN-Sanktionen betroffen. "Die EIH darf in Deutschland tätig sein und steht unter unserer Aufsicht", sagte ein Sprecher der BaFin.
Das nach eigenen Angaben im Jahr 1971 als Deutsch-Iranische Handelsbank gegründete Institut ist auf Geschäfte mit dem Iran spezialisiert. Für 2008 wies sie ein Geschäftsvolumen von 3,3 Milliarden Euro aus.
Hat ein Hamburger Geldhaus gegen Sanktionen verstoßen?
Berlin - Die deutsche Finanzaufsicht untersucht Hinweise auf einen möglichen Bruch der Iran-Sanktionen durch eine deutsch-iranische Bank in Hamburg. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) und die Bundesbank gingen derzeit Vorwürfen gegen die Europäisch-Iranische Handelsbank (EIH) nach, sagte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums. Bislang gebe es keine Erkenntnisse über Verstöße gegen die Sanktionen. Die BaFin sieht derzeit keinen Anlass, der Bank das Geschäft in Deutschland zu verbieten.
Google Anzeige
Stress-Testing
Whitepaper über vorausschauendes und integriertes Stress-Testing
www.preyer.de
Das "Wall Street Journal" hatte berichtet, die iranische Führung habe mit Hilfe der EIH versucht, die vom UN-Sicherheitsrat verhängten Sanktionen zu umgehen. Sie habe dabei Geschäfte für mehr als eine Milliarde Dollar abgewickelt, die in Zusammenhang mit Rüstungsprojekten stünden. Der Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms an der Entwicklung von Nuklearwaffen zu arbeiten.
Die Zeitung berichtete, das Institut habe unter anderem Überweisungen für eine andere Bank aus dem Iran ausgeführt, die in Europa und den USA auf einer schwarzen Liste wegen der Verbindung zu Rüstungsgeschäften stehe. Die EIH wollte sich zunächst nicht äußern. Sie steht dem "Wall Street Journal" zufolge auf einer schwarzen Liste der US-Regierung. Die Bank ist aber laut BaFin nicht direkt von UN-Sanktionen betroffen. "Die EIH darf in Deutschland tätig sein und steht unter unserer Aufsicht", sagte ein Sprecher der BaFin.
Das nach eigenen Angaben im Jahr 1971 als Deutsch-Iranische Handelsbank gegründete Institut ist auf Geschäfte mit dem Iran spezialisiert. Für 2008 wies sie ein Geschäftsvolumen von 3,3 Milliarden Euro aus.
BaFin untersucht Hinweis auf Iran-Sanktionsbruch durch Bank
BaFin untersucht Hinweis auf Iran-Sanktionsbruch durch Bank
Zweifel an Einhaltung von UN-Sanktionen
Berlin - Die deutsche Finanzaufsicht untersucht nach Angaben der Bundesregierung Hinweise auf einen möglichen Bruch der Iran-Sanktionen durch eine deutsch-iranische Bank in Hamburg. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) und die Bundesbank gingen derzeit Vorwürfen gegen die Europäisch-Iranische Handelsbank (EIH) nach, sagte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums.
Google Anzeige
Stress-Testing
Whitepaper über vorausschauendes und integriertes Stress-Testing
www.preyer.de
Bislang gebe es aber keine Erkenntnisse über Verstöße gegen die Sanktionen. Die BaFin sieht derzeit keinen Anlass, der Bank das Geschäft in Deutschland zu verbieten. Das "Wall Street Journal" hatte berichtet, die iranische Führung habe mit Hilfe der EIH versucht, die vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN) verhängten Sanktionen zu umgehen. Sie habe dabei Geschäfte für mehr als eine Mrd. Dollar abgewickelt, die in Zusammenhang mit Rüstungsprojekten stünden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf einen nicht genannten Informanten.
Die EIH wies den Vorwurf zurück. Die Bank erfülle strikt alle in Deutschland und der EU geltenden gesetzlichen Regelungen und sämtliche Sanktions- und Ausfuhrbestimmungen, erklärte sie.
Der Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms an der Entwicklung von Nuklearwaffen zu arbeiten. Darauf haben die UN unter anderem mit Handelssanktionen reagiert.
Die Zeitung berichtete, das Institut habe unter anderem Überweisungen für eine andere Bank aus dem Iran ausgeführt, die in Europa und den Vereinigten Staaten auf einer schwarzen Liste wegen der Verbindung zu Rüstungsgeschäften stehe. Die EIH steht dem Blatt zufolge auf einer schwarzen Liste der US-Regierung. Die Bank ist aber nach Angaben der BaFin nicht direkt von UN-Sanktionen betroffen.
Anzeige
"Die EIH darf in Deutschland tätig sein und steht unter unserer Aufsicht", sagte ein BaFin-Sprecher. In Aufsichtskreisen hieß es, es gebe derzeit keine Erkenntnisse, dass die EIH noch Neugeschäfte mit Firmen und Instituten mache, die unter die UN-Sanktionen fielen. Altfälle dürfe sie aber noch abwickeln, sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person. Das nach eigenen Angaben im Jahr 1971 als Deutsch-Iranische Handelsbank gegründete Institut ist auf Geschäfte mit dem Iran spezialisiert. Für 2008 wies sie ein Geschäftsvolumen von 3,3 Mrd. Euro aus.
Zu den deutschen Banken, die traditionell Geschäfte mit dem Iran machen, gehört auch die BHF-Bank. Seit der Übernahme des in Schieflage geratenen BHF-Eigentümers Sal. Oppenheim durch die Deutsche Bank ist iranischen Firmen dieser Weg allerdings versperrt. "Der Vorstand der BHF-Bank hat sich entschieden, kein Neugeschäft mit Kunden in Ländern wie dem Iran zu machen und sich aus gegebenenfalls bestehenden Engagements soweit rechtlich möglich zurückzuziehen", sagte ein Sprecher der Deutschen Bank. rtr
Zweifel an Einhaltung von UN-Sanktionen
Berlin - Die deutsche Finanzaufsicht untersucht nach Angaben der Bundesregierung Hinweise auf einen möglichen Bruch der Iran-Sanktionen durch eine deutsch-iranische Bank in Hamburg. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) und die Bundesbank gingen derzeit Vorwürfen gegen die Europäisch-Iranische Handelsbank (EIH) nach, sagte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums.
Google Anzeige
Stress-Testing
Whitepaper über vorausschauendes und integriertes Stress-Testing
www.preyer.de
Bislang gebe es aber keine Erkenntnisse über Verstöße gegen die Sanktionen. Die BaFin sieht derzeit keinen Anlass, der Bank das Geschäft in Deutschland zu verbieten. Das "Wall Street Journal" hatte berichtet, die iranische Führung habe mit Hilfe der EIH versucht, die vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN) verhängten Sanktionen zu umgehen. Sie habe dabei Geschäfte für mehr als eine Mrd. Dollar abgewickelt, die in Zusammenhang mit Rüstungsprojekten stünden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf einen nicht genannten Informanten.
Die EIH wies den Vorwurf zurück. Die Bank erfülle strikt alle in Deutschland und der EU geltenden gesetzlichen Regelungen und sämtliche Sanktions- und Ausfuhrbestimmungen, erklärte sie.
Der Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms an der Entwicklung von Nuklearwaffen zu arbeiten. Darauf haben die UN unter anderem mit Handelssanktionen reagiert.
Die Zeitung berichtete, das Institut habe unter anderem Überweisungen für eine andere Bank aus dem Iran ausgeführt, die in Europa und den Vereinigten Staaten auf einer schwarzen Liste wegen der Verbindung zu Rüstungsgeschäften stehe. Die EIH steht dem Blatt zufolge auf einer schwarzen Liste der US-Regierung. Die Bank ist aber nach Angaben der BaFin nicht direkt von UN-Sanktionen betroffen.
Anzeige
"Die EIH darf in Deutschland tätig sein und steht unter unserer Aufsicht", sagte ein BaFin-Sprecher. In Aufsichtskreisen hieß es, es gebe derzeit keine Erkenntnisse, dass die EIH noch Neugeschäfte mit Firmen und Instituten mache, die unter die UN-Sanktionen fielen. Altfälle dürfe sie aber noch abwickeln, sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person. Das nach eigenen Angaben im Jahr 1971 als Deutsch-Iranische Handelsbank gegründete Institut ist auf Geschäfte mit dem Iran spezialisiert. Für 2008 wies sie ein Geschäftsvolumen von 3,3 Mrd. Euro aus.
Zu den deutschen Banken, die traditionell Geschäfte mit dem Iran machen, gehört auch die BHF-Bank. Seit der Übernahme des in Schieflage geratenen BHF-Eigentümers Sal. Oppenheim durch die Deutsche Bank ist iranischen Firmen dieser Weg allerdings versperrt. "Der Vorstand der BHF-Bank hat sich entschieden, kein Neugeschäft mit Kunden in Ländern wie dem Iran zu machen und sich aus gegebenenfalls bestehenden Engagements soweit rechtlich möglich zurückzuziehen", sagte ein Sprecher der Deutschen Bank. rtr
UN warnen vor Aids-Epidemie in Osteuropa
UN warnen vor Aids-Epidemie in Osteuropa
In Estland, der Ukraine und Georgien ist mindestens einer von 100 Bürgern HIV-positiv. Damit ist die Rate zehn Mal so hoch wie in Mitteleuropa.
Aids-Klinik
Foto: AFP Aids-Klinik in Kiew: In der Ukraine sind 11 von 100 Bürger infiziert
von Diana Kinnert
Unmittelbar vor der 18. Welt-Aids-Konferenz in Wien warnen Experten vor der rasanten Ausbreitung der Seuche in Osteuropa und Russland. Der jüngste Report des Aids-Programms der Vereinten Nationen (Unaids) konstatiert eine besorgniserregende Entwicklung, die vor allem auf den wachsenden Konsum von Heroin in dieser Region zurückzuführen ist. Drastisches Beispiel: In Russland benutzt ein Drittel der Prostituierten infizierte Spritzen.
Aids
Foto: Infografik WELT ONLINE HIV-Infizierte, Todesopfer und Neuinfektionen
* |schließen
Aids
Aids
Foto: Infografik WELT ONLINE HIV-Infizierte, Todesopfer und Neuinfektionen
Dort wie auch in Estland, der Ukraine und Georgien ist bereits mindestens einer von 100 Bürgern HIV-positiv. Die Rate ist mehr als zehn Mal so hoch wie in Mitteleuropa. Laut Unaids fehlt es an Therapieangeboten: In Russland wurden 2007 nur 16 Prozent der Infizierten behandelt, in der Ukraine lediglich sieben. „Die Lage ist sehr ernst, ja sogar dramatisch“, sagt Silke Klumb, Geschäftsführerin der Deutschen Aids-Hilfe (DAH). Sie kritisiert den Umgang mit den Betroffenen: „Sie werden auf einer gesellschaftlichen und politischen Ebene einer wahnsinnigen Ausgrenzung und Diskriminierung ausgesetzt.“
Studien, Promis und Osteuropa
Welt-Aids-Konferenz
Fast 25.000 Experten wollen in Wien über jüngste Fortschritte, Herausforderungen und Chancen im Kampf gegen Aids diskutieren. Die Weltaidskonferenz mit Forschern, Politikern, Ärzten, Aktivisten und Betroffenen aus mehr als 180 Ländern findet alle zwei Jahre statt und gilt als der wichtigste Kongress zum Thema weltweit. Im Mittelpunkt stehen bei der Tagung mit dem Titel „AIDS 2010“ vor allem die Menschenrechte und die Frage, warum das im Jahr 2000 beschlossene Entwicklungsziel gescheitert ist, bis 2010 weltweit alle Bedürftigen mit Aidsmedikamenten zu versorgen.
UN-Aidsprogramms UNAIDS
Zahlen des UN-Aidsprogramms UNAIDS zufolge waren im Jahr 2008 etwa 33,4 Millionen Menschen infiziert. In Afrika südlich der Sahara leben zwei Drittel aller HIV-Infizierten.
Prominente
Zu der Konferenz haben sich auch zahlreiche Prominente wie der ehemalige US-Präsident Bill Clinton und Microsoft-Gründer Bill Gates angesagt. Mit seiner Bill & Melinda Gates Foundation engagiert er sich seit Jahren gegen Aids. Popsängerin Annie Lennox (55), die mit ihrer Aidskampagne „Sing“ aktiv ist, will einen Menschenrechtsmarsch anführen und anschießend im Zentrum von Wien ein Konzert geben.
Thematischer Schwerpunkt
Inhaltlich wollen sich die Teilnehmer auch mit der Region Osteuropa/Mittelasien befassen, in der mittlerweile 1,5 Millionen HIV-infizierte Menschen leben, sowie mit Alternativen zur derzeitigen Drogenpolitik in vielen Ländern und mit neuen Forschungsergebnissen.
Unter dem Motto „Rights Here, Right Now“ bietet die Tagung in Wien, die bis Freitag andauert, das mit 25.000 Teilnehmern weltweit größte Aids-Forum. Darunter sind zahlreiche Betroffene, Wissenschaftler und Hilfsorganisationen, aber auch Gesundheitspolitiker. DAH-Chefin Klumb sagt: „Wir erhoffen uns vor allem politische Signale an die Regierenden weltweit, besonders aber in Osteuropa, damit dort endlich eine effektive finanzielle und ideelle Förderung vonseiten der Regierung eintritt.“ Die Deutsche Aids-Hilfe arbeitet seit Jahren mit Präventionszentren im Ausland zusammen – auch in Osteuropa. Dort bekommen Projekte in der Ukraine, Russland, Weißrussland, Bulgarien und Polen Unterstützung.
Das Sexualverhalten habe sich vielerorts verändert
In Afrika, dem am meisten von der Seuche heimgesuchten Kontinent, gibt es hingegen Anlass zur Hoffnung. Noch immer leben südlich der Sahara zwar mehr als zwei Drittel der weltweit knapp 34 Millionen Infizierten, aber seit Beginn des Jahrtausends wird ein Rückgang der Ansteckungen um rund 15 Prozent registriert – für Experten ein großer Präventionserfolg. Unaids konstatiert rückläufige Zahlen in immerhin 16 der 25 am stärksten betroffenen Länder. Das Sexualverhalten habe sich vielerorts verändert, heißt es: Geschlechtspartner werden nicht mehr so häufig gewechselt, außerdem immer häufiger Kondome verwendet.
Anzeige
Aids
Foto: Infografik WELT ONLINE Die letzten zehn Jahre im Überblick
* |schließen
Aids
Aids
Foto: Infografik WELT ONLINE Die letzten zehn Jahre im Überblick
Auch in Deutschland gibt es eine positive Entwicklung: So wurden beim Berliner Robert-Koch-Instituts (RKI) im vergangenen Jahr 2856 neu diagnostizierte HIV-Infizierte gemeldet. Das sind in etwa so viele wie in den beiden Vorjahren – der Anstieg der vorangegangenen Jahre scheint damit gestoppt. „Die knapp 3000 HIV-Neudiagnosen in Deutschland pro Jahr zählen zu den niedrigsten Zahlen der Welt“, erläutert Aids-Hilfe-Sprecher Jörg Litwinschuh: „Und wenn es uns gelingt, diese Zahlen zu halten oder sogar noch weiter zu senken, ist dies auch in Zukunft ein großer Präventionserfolg in Deutschland.“ Die Bundesgesundheitszentrale bestätigt die Analyse: Heute verwenden 86 Prozent der 16- bis 44-Jährigen zu Beginn einer Beziehung Kondome, 2004 waren es 74, zehn Jahre zuvor nur 65 Prozent.
Insgesamt leben rund 67.000 Menschen in der Bundesrepublik mit dem HIV-Virus. Die Aids-Hilfe konzentriert ihre Aufklärung auf die größte Risikogruppe: Männer, die Sex mit Männern haben. An sie richtet sich seit Ende 2008 eine Kampagne mit dem Slogan: „Ich weiß, was ich tu!“
In Estland, der Ukraine und Georgien ist mindestens einer von 100 Bürgern HIV-positiv. Damit ist die Rate zehn Mal so hoch wie in Mitteleuropa.
Aids-Klinik
Foto: AFP Aids-Klinik in Kiew: In der Ukraine sind 11 von 100 Bürger infiziert
von Diana Kinnert
Unmittelbar vor der 18. Welt-Aids-Konferenz in Wien warnen Experten vor der rasanten Ausbreitung der Seuche in Osteuropa und Russland. Der jüngste Report des Aids-Programms der Vereinten Nationen (Unaids) konstatiert eine besorgniserregende Entwicklung, die vor allem auf den wachsenden Konsum von Heroin in dieser Region zurückzuführen ist. Drastisches Beispiel: In Russland benutzt ein Drittel der Prostituierten infizierte Spritzen.
Aids
Foto: Infografik WELT ONLINE HIV-Infizierte, Todesopfer und Neuinfektionen
* |schließen
Aids
Aids
Foto: Infografik WELT ONLINE HIV-Infizierte, Todesopfer und Neuinfektionen
Dort wie auch in Estland, der Ukraine und Georgien ist bereits mindestens einer von 100 Bürgern HIV-positiv. Die Rate ist mehr als zehn Mal so hoch wie in Mitteleuropa. Laut Unaids fehlt es an Therapieangeboten: In Russland wurden 2007 nur 16 Prozent der Infizierten behandelt, in der Ukraine lediglich sieben. „Die Lage ist sehr ernst, ja sogar dramatisch“, sagt Silke Klumb, Geschäftsführerin der Deutschen Aids-Hilfe (DAH). Sie kritisiert den Umgang mit den Betroffenen: „Sie werden auf einer gesellschaftlichen und politischen Ebene einer wahnsinnigen Ausgrenzung und Diskriminierung ausgesetzt.“
Studien, Promis und Osteuropa
Welt-Aids-Konferenz
Fast 25.000 Experten wollen in Wien über jüngste Fortschritte, Herausforderungen und Chancen im Kampf gegen Aids diskutieren. Die Weltaidskonferenz mit Forschern, Politikern, Ärzten, Aktivisten und Betroffenen aus mehr als 180 Ländern findet alle zwei Jahre statt und gilt als der wichtigste Kongress zum Thema weltweit. Im Mittelpunkt stehen bei der Tagung mit dem Titel „AIDS 2010“ vor allem die Menschenrechte und die Frage, warum das im Jahr 2000 beschlossene Entwicklungsziel gescheitert ist, bis 2010 weltweit alle Bedürftigen mit Aidsmedikamenten zu versorgen.
UN-Aidsprogramms UNAIDS
Zahlen des UN-Aidsprogramms UNAIDS zufolge waren im Jahr 2008 etwa 33,4 Millionen Menschen infiziert. In Afrika südlich der Sahara leben zwei Drittel aller HIV-Infizierten.
Prominente
Zu der Konferenz haben sich auch zahlreiche Prominente wie der ehemalige US-Präsident Bill Clinton und Microsoft-Gründer Bill Gates angesagt. Mit seiner Bill & Melinda Gates Foundation engagiert er sich seit Jahren gegen Aids. Popsängerin Annie Lennox (55), die mit ihrer Aidskampagne „Sing“ aktiv ist, will einen Menschenrechtsmarsch anführen und anschießend im Zentrum von Wien ein Konzert geben.
Thematischer Schwerpunkt
Inhaltlich wollen sich die Teilnehmer auch mit der Region Osteuropa/Mittelasien befassen, in der mittlerweile 1,5 Millionen HIV-infizierte Menschen leben, sowie mit Alternativen zur derzeitigen Drogenpolitik in vielen Ländern und mit neuen Forschungsergebnissen.
Unter dem Motto „Rights Here, Right Now“ bietet die Tagung in Wien, die bis Freitag andauert, das mit 25.000 Teilnehmern weltweit größte Aids-Forum. Darunter sind zahlreiche Betroffene, Wissenschaftler und Hilfsorganisationen, aber auch Gesundheitspolitiker. DAH-Chefin Klumb sagt: „Wir erhoffen uns vor allem politische Signale an die Regierenden weltweit, besonders aber in Osteuropa, damit dort endlich eine effektive finanzielle und ideelle Förderung vonseiten der Regierung eintritt.“ Die Deutsche Aids-Hilfe arbeitet seit Jahren mit Präventionszentren im Ausland zusammen – auch in Osteuropa. Dort bekommen Projekte in der Ukraine, Russland, Weißrussland, Bulgarien und Polen Unterstützung.
Das Sexualverhalten habe sich vielerorts verändert
In Afrika, dem am meisten von der Seuche heimgesuchten Kontinent, gibt es hingegen Anlass zur Hoffnung. Noch immer leben südlich der Sahara zwar mehr als zwei Drittel der weltweit knapp 34 Millionen Infizierten, aber seit Beginn des Jahrtausends wird ein Rückgang der Ansteckungen um rund 15 Prozent registriert – für Experten ein großer Präventionserfolg. Unaids konstatiert rückläufige Zahlen in immerhin 16 der 25 am stärksten betroffenen Länder. Das Sexualverhalten habe sich vielerorts verändert, heißt es: Geschlechtspartner werden nicht mehr so häufig gewechselt, außerdem immer häufiger Kondome verwendet.
Anzeige
Aids
Foto: Infografik WELT ONLINE Die letzten zehn Jahre im Überblick
* |schließen
Aids
Aids
Foto: Infografik WELT ONLINE Die letzten zehn Jahre im Überblick
Auch in Deutschland gibt es eine positive Entwicklung: So wurden beim Berliner Robert-Koch-Instituts (RKI) im vergangenen Jahr 2856 neu diagnostizierte HIV-Infizierte gemeldet. Das sind in etwa so viele wie in den beiden Vorjahren – der Anstieg der vorangegangenen Jahre scheint damit gestoppt. „Die knapp 3000 HIV-Neudiagnosen in Deutschland pro Jahr zählen zu den niedrigsten Zahlen der Welt“, erläutert Aids-Hilfe-Sprecher Jörg Litwinschuh: „Und wenn es uns gelingt, diese Zahlen zu halten oder sogar noch weiter zu senken, ist dies auch in Zukunft ein großer Präventionserfolg in Deutschland.“ Die Bundesgesundheitszentrale bestätigt die Analyse: Heute verwenden 86 Prozent der 16- bis 44-Jährigen zu Beginn einer Beziehung Kondome, 2004 waren es 74, zehn Jahre zuvor nur 65 Prozent.
Insgesamt leben rund 67.000 Menschen in der Bundesrepublik mit dem HIV-Virus. Die Aids-Hilfe konzentriert ihre Aufklärung auf die größte Risikogruppe: Männer, die Sex mit Männern haben. An sie richtet sich seit Ende 2008 eine Kampagne mit dem Slogan: „Ich weiß, was ich tu!“
Donnerstag, 15. Juli 2010
Krasse Kreuzung fürs US-Militär


Krasse Kreuzung fürs US-Militär
Fort Worth (USA), 20. Juli 2010 - Die älteren Semester werden sich vielleicht noch an das "Fliewatüüt" erinnern. Das Vehikel war in den 1970er-Jahren der Star einer Kinderserie, denn es konnte fahren, schwimmen und fliegen. Gut 40 Jahre später wird diese Idee zu zwei Dritteln tatsächlich Realität.
Zukunftsprojekt für die US-Army
Die AVX Aircraft Company aus dem texanischen Fort Worth hat im Auftrag der "Defense Advanced Research Projects Agency", kurz DARPA, ein taktisches Flugauto namens Transformer oder kurz TX entwickelt. Die DARPA ist dem US-Verteidigungsministerium untergeordnet und kümmert sich um militärische Zukunftsprojekte. Im Fall des AVX TX sahen die Anforderungen so aus: Das Fahrzeug muss sich auf dem Boden wie ein SUV fahren lassen, schnell zwischen einer Land- und Flugkonfiguration wechseln können, die Fähigkeit zum Senkrechtstart haben, so schnell wie ein Leichtflugzeug sein und automatisch starten und landen können.
Anforderungen erfüllt
Alle diese Voraussetzungen soll der AVX TX erfüllen. Die Nutzlast beträgt rund 470 Kilogramm, genug für vier Soldaten mit Gepäck. Mit einer Tankfüllung geht es bis zu 250 Kilometer weit, maximal ist eine Flughöhe von knapp 3.000 Meter möglich. Während man in der Luft mit 225 km/h unterwegs ist, sind auf normalen Straßen 130 km/h und im Gelände 50 km/h möglich. Der Umbau vom Auto zum Helikopter erfolgt in einer Minute. Je nach Bedarf kann der TX auch für den Verwundetentransport oder die Belieferung mit Material genutzt werden.
Abonnieren
Posts (Atom)